Ein Video entsteht

Durchstarten mit Video: 5 Gute Gründe

Sie haben es sicher auch schon gehört: Video boomt im Online-Marketing. Aber vielleicht ist Ihnen nicht ganz klar, ob Video auch für Ihre Ziele etwas zu bieten hat.

Wir haben uns lange gegen Videos gewehrt, weil uns der Aufwand zu hoch schien. Erst 2016 haben wir unser erstes Video zum Online-Marketing-Einmaleins gemacht. Das wurde inzwischen an die 500’000 mal angeschaut – davon allein 300’000 mal auf YouTube. Und das obwohl unser Erstlingswerk viele handwerkliche Schwächen hatte. Aber die Inhalte stimmen und das war wohl die Hauptsache.

Wenn Sie noch unentschieden sind, werden Sie bald klarer sehen. Aber zuerst treten wir einen Schritt zurück und schauen uns die «Grashopper» an.

Aufstieg und Fall der «Grashopper»

Elna 1

Ich habe eine alte Elna-Nähmaschine. Die «Elna 1» um genau zu sein. Meine ist ungefähr Baujahr 1946 und näht immer noch wie am ersten Tag.  Wegen ihrer ausgefallenen Farbe heisst sie bei Insidern «Grashopper».

Die Elna 1 wurde bis 1952 hergestellt und dann von der «Supermatic» abgelöst. Die Supermatic, so würde man heute sagen, überzeugte mit neuen «Features» und war wieder ein Verkaufsschlager – bis 1962 die «Star-Serie» kam.

So läuft das in den meisten Märkten: Man muss mit der Zeit gehen, um im Spiel zu bleiben. Und für Online-Marketing gilt das genauso. Mit dem kleinen Unterschied, dass alles rasant viel schneller geht.

Wenn Ihr Online-Marketing noch ohne Video läuft, sind Sie von gestern, ein Grashopper. Ein hübsches Stück Technikgeschichte, aber nicht mehr zeitgemäss.

Heute ist klar: Wer im Wettbewerb bestehen will, muss sich mit Video auseinandersetzen. Das unterrichtet in unserem Lehrgang Online-Marketing die fabelhafte Videojournalistin Judith Steiner.

Judith hat uns erlaubt, hier ihre 5-teilige Serie «Power of Video» zu veröffentlichen. Falls Sie noch schwanken, ob Video etwas für Sie ist, werden Sie bald klarer sehen.

Lesen Sie weiter, wenn Sie

  • Ideen suchen, wie Sie Video für Ihre Projekte nutzen können
  • verstehen wollen, wie Video Ihnen bei der Suchmaschinenoptimierung hilft
  • wissen wollen, welche Themen sich für Video eignen
  • sich fragen, wie gut Videos zur Wissensvermittlung geeignet sind
  • Chancen suchen, um mit Ihrer Zielgruppe eine gute Beziehung aufzubauen

Soviel zur Vorgeschichte. Und jetzt lesen Sie, was Judith Steiner [hier gehts zu Ihrer Website] zur «Power of Video» zu sagen hat.

 wiemeyer matthias rund


Herzliche Grüsse
Matthias Wiemeyer

Diesen Artikel (mit Spickzettel) schicken wir Ihnen gerne auch als PDF [12 S.]. Einfach E-Mail eintragen und ab die Post.


Judith Steiner

1. The Power of Video – Informations-Wunder

Untersuchungen zeigen, dass unser Hirn Bilder 60’000 mal schneller aufnimmt als Text. 60’000 mal. Wahnsinn!

Videosequenzen sind nichts Anderes als aneinandergereihte Bilder.

Video bringt unser Hirn in Höchstform.

Video kombiniert verschiedene mediale Ebenen und liefert dem Zuschauer alles in einem Paket: Bilder, Ton, Dialog, Musik, Einblenden von kurzen Texten.

Das sanfte, übergangslose Verweben dieser verschiedenen Ebenen passiert im Schnitt.

Durch den Filmschnitt kreieren wir eine Einheit, die es uns erlaubt, eine fast endlose Anzahl von Informationen in kürzester Zeit aufzunehmen.

Der Film, ein kompaktes Informationswunder

Dank der überlappenden Ebenen berühren wir den Zuschauer. Wir schenken ihm Wörter und Emotionen, die in Bildern dargestellt sind. Der Lerneffekt passiert fast nebenbei.

Eines meiner Lieblingsvideos auf YouTube ist dieser Kurzfilm – schau ihn Dir unbedingt kurz an!



Wörter haben Power. Wickelt man sie in Film, hinterlegt sie mit Musik und erzählt eine berührende Story, werden ihre Möglichkeiten fast grenzenlos.

Wir wollen lernen, und zwar schnell

Bewegtbild hat in der heutigen Informationswelt einen riesigen Impact. Wissen will im Fast-Food-Stil konsumiert werden. Weiterbildungen sollen nebenbei geschehen. Die verschiedenen Informationsebenen im Video unterstützen dieses Ziel bestens.

Ein sehr schönes Beispiel dazu stammt von YouTube selber:

Zum 7. Geburtstag feiert sich YouTube mit einem Filmchen, das die eigene Geschichte zeigt und vorführt, was mit Video alles möglich ist.

2. The Power of Video – Beziehung aufbauen

Was macht eine Beziehung aus?

Wir sehen einen Menschen, hören seine Stimme und beobachten seine Mimik. Langsam wird er uns vertraut. Wir fühlen uns verbunden, ihm nahe, er wirkt authentisch.

Haben wir uns schon mal getroffen?

Nicht zwingend.

Videos können diesen Effekt haben. Wir begleiten einen Menschen auf dem Bildschirm, immer wieder und in verschiedenen Situationen. Vielleicht hilft uns dieser Mensch, ein Problem zu verstehen. Vielleicht gibt uns dieser Mensch in einem Tutorial seine persönliche Expertise weiter. Oder er lässt uns ein Stück seines Weges mit ihm gehen.

Die Person wird uns vertraut, als ob wir sie persönlich kennen würden.

Eine Beziehung entsteht

Wenn wir eine Person regelmässig sehen, wenn sie uns einen Mehrwert bietet, uns berührt, begeistert und mit Authentizität überzeugt, dann entsteht Vertrauen.

Aber nicht nur in diese Person, sondern auch in ein Produkt und/oder eine Marke. Denn auch diese haben durch das Video ein Gesicht bekommen. Eben: The Power of Video.

„Ich kenne Sie“

So sprach mich vor einigen Wochen ein Mann an. Er bat mich um eine Offerte. «Es fühlt sich einfach richtig an», meinte er begeistert, «als ob wir uns schon lange kennen würden.» In der Tat hatten wir uns noch nie getroffen oder zusammen gesprochen.

Er kannte mich von meinen Videotutorials und hatte Vertrauen in mich und meine Kompetenzen aufgebaut. The Power of Video hatte ihn überzeugt. Für seine Firma wollte er einen ähnlichen Weg gehen.

Erfolgsbeispiele gibt es viele

Eines davon ist Horst Lüning, der Whisky-Kenner.  Horst zeigt der Welt, wie’s gemacht wird!



Sein beliebtestes Video wurde über 200’000 mal angeschaut. Und dabei hat Horst weder viel für seine Videos ausgegeben, noch sieht er aus wie ein Superstar. Horst hat für sich genau das Erfolgsrezept entdeckt, von dem ich hier spreche: Beziehung aufbauen, Vertrauen schaffen.

Die wichtigsten Grundelemente

Horsts Videos sind einfach gemacht. Er stellt eine Kamera auf, die auf ihn zeigt, und verköstigt und kommentiert vor den Zuschauern verschiedene Whiskys. Daran ist wirklich nichts Besonderes.

Aber die wichtigsten Grundelemente einer Videoproduktion stimmen:

  • Das Licht ist angenehm – man sieht Horst gut.
  • Die Tonaufnahme ist professionell – man hört Horst gut.

Vor laufender Kamera schenkt sich Horst andächtig Whisky ein, schwenkt ihn hin und her, riecht daran, nimmt einen Schluck und lässt die Zuschauer an seinem Trinkerlebnis teilhaben. Die Videos verlinken zu seinem Onlineshop.

Prost, Horst! Whisky-Liebhaber kennen Horst und trinken mit ihm, als ob er ihr Trinkgenosse wäre. Mit seinem Konzept hat er grossen Erfolg.

Knapp 40’000 Abonnenten hat er auf seinem YouTube Kanal, mehr als 26 Millionen Aufrufe. Diese Zahlen stammen von Anfang 2018: Beim ersten Erscheinen dieses Blogposts im Mai 2015 waren es noch 20’000 Abonnenten und nur 3 Millionen Aufrufe – die Erfolgsgeschichte ging also steil weiter!

3. The Power of Video – Soforthilfe

Horst, der Whisky-Kenner, wird öfters zu Degustationen eingeladen. Und er sagt regelmässig dankend ab.

Seine Begründung: „Ich mache lieber Videos!“

Bei Degustationen beschränkt er sein Wissen auf die anwesenden Leute, auf einen Zeitpunkt und auf einen Ort. Seine Videos vermitteln hingegen sein Know-how einem grösseren Publikum – egal wo, wann und wem. Bei Degustationsveranstaltungen baut er einen Zaun um sein Können, auf YouTube gibt es keine Schranken.

Dank der «Power of Video» kommt Horst an die Leute ran.

Video-Support auch im B2B-Bereich

«Schickt mal eure Spezialistin vorbei, wir haben ein Problem!» Die Spezialistin kommt und erklärt zum x-ten Mal den gleichen Ablauf. Bereits summt ihr iPhone, sie sollte an einem weiteren Ort sein und noch einmal dasselbe zeigen.

Videoanleitungen bieten für wiederkehrende, einfachere Aufgaben und Probleme die ideale Lösung. Kostengünstig und effizient, da sie gleichzeitig mehrere Leute erreichen.

«Schickt mal eure Spezialistin vorbei, wir haben ein Problem.» – «Klar, wir senden euch grad den Link zur Spezialistin!»

Webinare für FAQ

Webinare, Kurzseminare auf dem Web, ermöglichen einen alternativen interaktiven Online-Support. Bei Webinaren werden die Fragen der Teilnehmenden live von Spezialisten beantwortet, wobei auch die anderen Webinargäste profitieren. Auf Video aufgezeichnete Webinare stellen zudem eine ausgezeichnete Know-how-Quelle, auf die wieder und wieder zugegriffen werden kann.

Egal von wo und von wem. The Power of Video, halt.

Eine Kursteilnehmerin meines Videoworkshops coacht Eltern und Lehrpersonen in Konfliktsituationen.

Regelmässig reist sie durch die ganze Schweiz, verbringt Stunden unterwegs. Oft geht es bei den Besuchen darum, die gleichen Grundkenntnisse und Schritte zur Selbsthilfe zu erklären.

„Ich sollte überall sein können.“

Das Bedürfnis für Hilfe und Unterstützung ist gross. Die Möglichkeit, sich in mehrere Stücke zu teilen, gibt es nicht. Oder doch?

The Power of Video ist auch hier die Antwort.

Liefert die Beraterin ihre Grundkenntnisse zur ersten Selbsthilfe per Video, erreicht sie gleichzeitig – und ohne zu reisen – viele Leute. Somit unterstützt sie effizient und hat dabei mehr Zeit, sich um die schwerwiegenderen Fälle zu kümmern, die trotz Videotipps nicht klarkommen.

Video als Soforthilfe im Alltag

Einmal im Jahr entkalke ich unsere Kaffeemaschine und jedes Mal vergesse ich, welche Knöpfe ich dabei drücken muss. Geht es Dir auch so?

Ich stehe in der Küche, bereit, das in Angriff zu nehmen und mag jetzt nicht meine Schubladen nach einer Anleitung durchsuchen. Wo war die überhaupt?

Instinktiv ziehe ich mein Smartphone aus der Hosentasche – das haben wir eh immer dabei – tippe bei YouTube die relevanten Stichworte ein und werde fündig. Den Anleitungen folge ich schon, während das Video noch läuft, und kurz nachdem die Frau auf dem Bildschirm mit dem Entkalken fertig ist, beende auch ich die Arbeit.



Soforthilfe per Videotutorial, egal wann und wo. Praktischer gehts wirklich nicht!

4. The Power of Video – für jeden Lerntyp

Wie lernst Du? Mit den Augen, den Ohren oder den Händen?

Oft wird nach Lerntyp unterschieden: auditiv (Ohren), visuell (Augen) und kinästhetisch (Hände). Mit Videoinhalten kann ich alle Lerntypen abholen: den visuellen Typ mit Videobildern, den auditiven mit Dialogen, Interviews und Off-Texten. Und da die meisten Leute eine Kombination dieser beiden Lerntypen sind, nehmen sie Inhalte über Video sehr rasch auf.

Aber wie holen wir den kinästhetischen Lerntyp ab?

Mit Tutorials. Wenn wir im Video Schritt für Schritt zeigen, wie eine Rose richtig geschnitten wird, kann der Lernende das Smartphone ins Rosenbeet legen und gleich mitschneiden. Ich sag’s schon lange: Video hat Power und steht anderen Medien voran!

Mit Video zum Lernerfolg

Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich der Lernerfolg erhöht, wenn mehrere Sinneskanäle gleichzeitig eingesetzt werden.

Hören wir Informationen, behalten wir davon im Schnitt magere 20%. Sehen wir den gleichen Lernstoff, schaffen wir es schon auf 30%. Bei einer Kombination des Auditiven mit dem Visuellen erreichen wir bereits 50%.

Den Lerneffekt erhöhen wir auf 70%, wenn wir über das Gelernte sprechen, es weitergeben und teilen. Diverse Social Media Kanäle ermöglichen nicht nur eine Integration von Video und anschliessende Diskussionen und Kommentare zum Thema, sondern laden regelrecht dazu ein.

90% vom Gelernten behalten – The Power of Video

Es kommt noch besser: Wenn wir Informationen hören, sehen und über sie sprechen und zudem das Gelernte aktiv umsetzen, schaffen wir ganze 90%. (Quelle: brainfit)

Und wie soll das bitte gehen?

Am besten wieder mit einem Videotutorial: „Setze die Schere so nah am Stil der Rose an…“ Auch Videos, die keine Anleitungen sind, können zu einem aktiven Schritt auffordern: gesprochen – „abonniert doch gleich meinen Kanal“, geschrieben – „folgt diesem Link zu meinem E-Book“, oder je nach Thema einen „Call to Action-Button“ auf Facebook eingefügt.

Anwendervideo für alle Lerntypen

Ein gutes Beispiel dafür, wie Lernvideos aussehen können, gibt die Schweizer Firma Lascaux in ihrer Anleitung zu Schillernden Patinaeffekten. Der Kunstschüler schaut sich das Video an und macht gleichzeitig am eigenen Werk mit.



Das Anwendervideo ist klar aufgebaut und gibt Schritt für Schritt Anweisungen, denen Zuschauer zeitgleich folgen können. Technik und Material werden beschrieben, das Video spricht alle Lerntypen an.

Lascaux ist nicht die einzige Firma, die die Power solcher Anwendervideos für sich entdeckt hat, aber sicher eine der innovativeren. Vor kurzem durfte ich das Lascaux Team im Videobereich schulen, denn sie wollen auch in Zukunft Kreativität unterstützen und gleichzeitig ihre Videos professionalisieren.

Videokurse für alle Lerntypen

Nicht nur Videos sprechen verschiedene Lerntypen an, sondern auch meine Videokurse.  Teilnehmende hören und schauen zu, bekommen Wissen vermittelt, diskutieren über Fragen und Antworten, legen selber Hand an und setzen das Gelernte um. Wissen bleibt hängen.

Damit jeder die «Power von Video» auch selber einsetzen kann.

5. The Power of Video – sichtbar im Netz

YouTube macht Videos sichtbar. Wollen wir etwas wissen, suchen wir nach einer Information, schauen wir gerne auf YouTube nach. Nicht umsonst ist YouTube nach Google die zweitbeliebteste Suchmaschine.

Google mag Beiträge mit Videos

Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Video zu einem bestimmten Thema auf YouTube gefunden wird, ist gross. Google zeigt Videos bei den Suchresultaten gerne hoch oben an.

Suche ich zum Beispiel bei Google nach „Bonsai züchten für Anfänger“, erscheint ein Video zu diesem Thema bereits an erster Stelle. Ich könnte wetten, dass Deine Augen auch grad zum Vorschaubild des Videos wandern, anstatt sich beim Text der ersten beiden Suchresultate aufzuhalten!

Das besagte Video hat bereits über 70’000 Views, obwohl seine Qualität nicht einmal besonders gut ist. Wenn nämlich ein Video meine Frage beantwortet (in diesem Fall, wie ich einen Bonsai züchten kann), dann drücken wir in puncto Qualität auch mal ein Auge zu.

 Filme werden gerne geteilt

Wer mag schon keine Filme? Dass wir Menschen lieber Video schauen als lange Texte lesen, zeigt sich auch im Share-Verhalten von Social Media Usern. Auf Twitter allein gibt es pro Minute mehr als 400 Tweets, in denen YouTube-Links geteilt werden!

Aber auch Facebook pusht seinen Videobereich stark. Vor allem die Videos, die direkt in Facebook hochgeladen werden, sowie Live-Videos. Die Statistiken hierzu sind überwältigend.

Täglich sollen weltweit auf Facebook über eine Milliarde Mal Videos geschaut werden. Stell Dir das mal vor!

Und hier erzähle ich dir das Wichtigste noch einmal – du ahnst es – in einem Video:

Da sag ich nur noch eins: Die «Power of Video» ist enorm – mach sie dir zunutze!



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Zu guter Letzt: Schreiben Sie doch bitte einen Kommentar (das freut die Autorin) und teilen Sie diesen Artikel auf Facebook, Twitter und Co.

Danke.

wiemeyer matthias rund


Herzliche Grüsse
Judith Steiner