Haeufige Fragen

Die Schreibwerkstatt: Wem hilft sie weiter?

Schlechte Texte sind überall. Sie sind so allgegenwärtig, dass wir uns darüber schon nicht mehr aufregen. Wir waten knietief durch den Sprachmüll in Medien, E-Mails, Briefen und Prospekten und erkennen einen guten Text schon gar nicht mehr, wenn wir ihn lesen.

Stop – das stimmt so nicht. Ja, der Sprachmüll stinkt zum Himmel. Aber darin liegt eine grandiose Chance für alle, die es gut mit ihren Lesern meinen; die das Handwerk guter Texte (zum Beispiel in einer Schreibwerkstatt) solide erlernt, ihre Sprache von verbrauchten Floskeln gereinigt und ihre Formulierungen auf den Punkt gebracht haben. Solche Texte sind wie ein Stück blauer Himmel zwischen rauchenden Schloten. Sie fesseln ihre Leser und erobern ihren Verstand und ihre Herzen.

Eine Schreibwerkstatt für Ihre Karriere

In der Schreibszene haben wir Schreibkurse zu ganz verschiedenen Themen. Auch Menschen mit literarischer Ambition werden bei uns fündig. Aber die Schreibwerkstatt ist nicht für Geschichtenschreiber gedacht. Die haben wir für Menschen entwickelt, die im Beruf etwas mit Sprache erreichen möchten. Das können Kommunikationsfachleute sein, aber auch Manager, Verkaufsgenies oder Kundendienst-Mitarbeiter.

Wer eine Schreibwerkstatt besucht hat, kommt in jedem Beruf weiter, der einen hohen Anteil Kopfarbeit enthält. Denn die Kopfarbeit drängt auf Papier: In Konzepte, Protokolle, Kundenbriefe oder Vorstandsvorlagen. Oder in ein E-Mail an wichtige Entscheidungsträger, das von vielen Adressaten gelesen, weitergeleitet und kommentiert wird. Will sagen: Alle Kopfarbeit wird irgendwann zu Text. Und Texte sind Visitenkarten. Jeden Tag verteilen Sie ein Dutzend. Und mit jedem Text machen sich andere ein Bild von Ihnen. Sind Ihre Texte leserfreundlich, klar und sympathisch verfasst: Gut für Sie. Jeder dieser Texte zahlt auf Ihr Reputationskonto ein. Das hat Folgen für Ihre Karriere: Wenn auf der nächsten Stufe der Karriereleiter ein Platz zu besetzen ist, wird man Ihren Namen nennen.

Schreibwerkstatt: Basis für schreibende Berufe

Sie sehen: Eine Schreibwerkstatt kann für viele Berufe etwas bringen. Wir empfehlen sie ausserdem als Basis-Ausbildung für Menschen, die das Schreiben zum Beruf machen möchten. Wer zum Beispiel eine Texterausbildung oder eine Online-Marketing Ausbildung besuchen möchte, sollte vorher in einer Schreibwerkstatt sein Handwerkszeug polieren. Dann läuft der Lehrgang doppelt gut.

Haeufige Fragen

Textwerkstatt: Worum genau geht es da?

In unserer Textwerkstatt (auch Schreibwerkstatt genannt) vermitteln und üben wir das Handwerk guten Schreibens. Bei Texten, wie bei allen kreativen Arbeiten, gehen die Meinungen über Qualität natürlich auseinander. Aber es gibt doch einen gemeinsamen Nenner, auf den sich die allermeisten Profis  einigen können. Etwas Ähnliches gibt es zum Beispiel auch beim Kochen. Man kann Fleisch mögen oder nicht und es gibt hunderte verschiedene Möglichkeiten, Kartoffeln zuzubereiten. Aber wenn im Püree noch Klümpchen sind, das Rinderfilet zäh und der Reis eine Pampe ist – dann sind sie sich alle einig: das ist schlecht gekocht.

Übernehmen Sie die Kontrolle über Ihre Texte

Jetzt mögen Sie sagen: ich habe meinen Reis aber am liebsten als Pampe. Wenn die Körner so richtig schön aneinanderkleben, kann ich ihn viel leichter essen. Auch dagegen haben wir nichts. Ein guter Koch kann den Reis auch so kochen, wie Sie ihn mögen. Entscheidend ist: Der Reis ist am Ende genau so, wie Sie ihn haben wollten. Das bedeutet Handwerk: Das Ergebnis ist kein Glückstreffer, sondern die Folge sachkundigen Umgangs mit der Materie.

Die Textwerkstatt: 3 Ebenen guter Texte

Die Qualität von Texten hat drei Ebenen. Die erste Ebene sind die Worte, die zweite Ebene die Sätze und die dritte Ebene ist der Text. Gute Texte verbinden die passenden Worte zu gelungenen Sätzen in einer lesefreundlichen Struktur.

Themen der Textwerkstatt: Die Wortebene:

  • einfach, geläufig, deutsch
  • kurz
  • sinnvoll
  • konkret, anschaulich, bildhaft
  • Fachwörter erklärt
  • sparsamer Einsatz von Fremdwörtern

Themen der Textwerkstatt: Die Satzebene:

  • einfache Satzkonstruktionen
  • Kompliziertes in kurze Sätze
  • Satzlänge variieren
  • Hauptsachen in Hauptsätze
  • nur ein Gedanke pro Satz
  • keine langen und vor allem keine verschachtelten Einschübe
  • hilfreiche Zeichensetzung
  • Melodie und Rhythmus variieren

Themen der Textwerkstatt: Die Textebene

  • Logischer Aufbau 
    • Ursache | Wirkung
    • vorher | nachher 
    • konkret | abstrakt
    • allgemein | speziell ...
  • Gliederungshilfen (Absätze, Listen, Tabellen ...)
  • Aussagefähige Kapitel- und Zwischenüberschriften
  • Textscharniere

Gute Texte nutzen das Handwerkszeug der Schreiberei, um auf allen drei Ebenen zu überzeugen.

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Kurse für Kreatives Schreiben – Taugen die was?

Es gibt zwei Fraktionen. Die einen sagen, kreatives Schreiben ist eine Sache des Talents. Wer Talent hat, lernt es sowieso und wer keines hat, der wird es nie begreifen. Die anderen sagen, kreatives Schreiben ist ein Handwerk. Man kann es lernen wie Pfannkuchen backen oder Fahrradfahren. Die Gretchenfrage ist: Wer hat recht?

Die Biographien vieler guter Schreiber zeigen: Kaum einer ist allein ans Ziel gelangt. Die meisten haben sich von Lehrern und Vorbildern inspirieren lassen, Kontakt zu Gleichgesinnten gesucht und ihr Talent für kreatives Schreiben allmählich entfaltet.

Kreatives Schreiben: Talent oder Handwerk?

Wenn Sie sich fragen, ob ein Kurs über kreatives Schreiben Sie weiter bringt, stellen Sie im Grunde die Frage nach Talent oder Handwerk. Was ein Handwerk ist, wissen Sie. Aber was genau ist ein Talent?

Viele glauben: Talent hat, wer leichter lernt als andere. Dann ist Talent für kreatives Schreiben wie Rückenwind beim Velofahren. Wer es hat, kommt schneller und müheloser ans Ziel. Wer aber nur wenig Talent für kreatives Schreiben bei sich entdeckt, geht erst gar nicht ins Rennen. Gegen die Rückenwind-Fraktion ist es aussichtslos.

Genau hier liegt der Irrtum: Talent für kreatives Schreiben ist nicht wie Rückenwind, sondern wie kräftige Oberschenkel. Der Schreibmuskel wird stärker, wenn Sie ihn regelmässig trainieren. Ohne Gelegenheit zum Üben wird kein talentierter Anfänger jemals zum Könner.

Talent zeigt sich also vor allem im Willen, das eigene Schreib-Handwerk immer wieder zu üben, sich von ersten Misserfolgen nicht entmutigen zu lassen und so lange am Ball zu bleiben, bis das Ergebnis sich sehen lassen kann. Mit der richtigen Einstellung und beharrlichem Üben kann jeder lernen, sein kreatives Schreiben zu beeindruckendem Können zu entwickeln.

So erkennen Sie verborgenes Talent

Talent erkennt man nicht am Ergebnis. Schlummernde Talente sind unsichtbar. Um im Bild zu bleiben: Wer nicht trainiert, hat zu schwache Oberschenkel, um im Rennen mitzuhalten – und verliert auch gegen weniger talentierte Mitbewerber, die beharrlich üben. Aber wer bereit ist, Zeit und Mühe zu investieren, kann es weit bringen.

Talent ist dann nur noch das letzte Quäntchen «glückliche Veranlagung», das die Allerbesten von den Guten trennt. Es gibt übrigens ein sicheres Indiz für verborgenes Talent. Nicht wundern, es ist etwas ganz und gar nicht Glamouröses: Ihr Schamgefühl.

Wer sich für seine schlechten Texte schämt, wer unzufrieden ist und meint «das muss doch besser gehen» – der hat wahrscheinlich Talent. Denn das Schamgefühl ist ein natürlicher Ansporn, mit dem Üben nicht aufzuhören, bevor das kreative Schreiben den eigenen hohen Ansprüchen genügt. Genau das ist der Kern jeden Talents.

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Unsere Schreibwerkstatt: in Zürich, Bern und Olten

Unsere Schreibwerkstatt schärft Ihr Profil – in Zürich, Bern und Olten bieten wir unsere dreitägigen Kurse für das professionelle Schreibhandwerk regelmässig an.

Egal ob Sie sich auf einen schreibenden Beruf vorbereiten oder das Schreiben in Ihrem Beruf «nur» eine wichtige Nebensache ist: Die Schreibwerkstatt ist das solide Fundament für Ihre Texte.

Darum geht es in der Schreibwerkstatt

Das Programm ist an allen Orten stets das Gleiche.

Systematisch bringen wir Ihnen die Kunst professioneller Texte bei: Von der treffenden Wortwahl über den gelungenen Satzbau bis zur perfekten Dramaturgie des Texts.

Damit Ihr Text präzise auf den Punkt bringt, was Sie zu sagen haben – und bei seinen Lesern die Wirkung entfaltet, die Sie brauchen. (Hier erfahren Sie mehr zum Programm)

Wenn Sie vorher schon etwas für Ihre Texte tun wollen, haben wir im Blog jede Menge Tipps für Sie.

Lesen Sie zum Beispiel:

Und wenn das noch nicht reicht, empfehlen wir gern eine Serie von Altmeister Wolf Scheider in der «Zeit» (einfach auf der Zeit-Website noch weiter nach «Wolf Schneider» suchen – die Serie hat mehrere Teile). Oder Bastian Sicks «Zwiebelfisch-Kolumne», die Sie unfehlbar zu noch besseren Texten und noch besserer Laune inspirieren wird.

Unsere fabelhaften Dozenten

In Zürich werden die Schreibwerkstätten meist von Joachim Lienert oder Karin Sprecher durchgeführt. Beides erfahrene Textprofis mit eigener Agentur. Zwei bis drei Mal pro Jahr geben sie ihr Wissen an unsere Kursteilnehmer/innen weiter. Im Kurs wechseln sich kurze Theorie-Blöcke mit vielfältigen Schreibübungen ab. Damit die guten Tipps und Tricks nicht im Hinterkopf versauern, sondern in die Hand und aufs Papier gehen.

Die Schreibwerkstätten in Bern und Olten werden meist von Myriam Holzner geleitet. Auch sie kann aus jahrzehntelanger Berufserfahrung schöpfen. Mit viel didaktischem Geschick führt sie die Kursteilnehmer/innen durch drei kurzweilige und lehrreiche Tage.

Schreiben ist etwas Persönliches. Daher unterscheiden sich auch die Unterrichtsstile unserer Dozent/Innen ein wenig. Aber Struktur und Lehrgangsinhalte sind bei allen Dozenten gleich. Zu wem Sie auch gehen: Sie erhalten immer das gleiche Gesamtpaket.

Nächste Schritte

Wer mit dem Schreiben ernst machen will, ist in unserer Schreibwerkstatt herzlich willkommen. Aber auch ohne Kurs (oder vor/nach dem Kurs) können Sie viel tun.

Denn wer besser schreiben will, muss auch anders lesen. Ab sofort sollten Sie jeden Tag einen Text «anders lesen». Lesen Sie ihn analytisch, nehmen Sie ihn auseinander, gehen Sie seiner Entstehungsgeschichte auf den Grund und isolieren Sie die Stilmittel, die seine Wirkung ausmachen.

Fragen Sie sich:

  • Für welche Zielgruppe wurde der Text geschrieben?
  • Welche Wirkung wollte der Schreiber erreichen?
  • Wie ist die Tonalität (sachlich, salopp, technisch, humorvoll, ernst ...)
  • Wie hat der Text Ihre Aufmerksamkeit gewonnen?
  • Wie hat der Text Sie bei der Stange gehalten?
  • Mit welchen Stilmitteln und Tricks hat der Text diese Wirkungen erzielt?

 Und schliesslich: kann man etwas verbessern?

Probieren Sies. Und wenn Sie glauben, es ginge nicht: Probieren Sies trotzdem. Ein richtig guter Text beweist seine Qualität dadurch, dass jede kleine Änderung ihn schlechter macht.

Noch Fragen? Einfach fragen: 032 513 27 01