Haeufige Fragen

Einen Roman schreiben: Traumziel und Albtraum zugleich

In Ihnen schlummert diese Geschichte. Auch Ihre Kollegen sagen es Ihnen. Sie können so anschaulich und interessant erzählen, haben so viel erlebt und so viel daraus gelernt. Wann schreiben Sie endlich Ihr Buch? Gehen Sie doch einfach in einen Kurs, in dem man das Bücher Schreiben lernen kann.

Sie würden ja gerne. Aber ein Roman, das ist eine grosse Sache. Das können Sie einfach nicht.

Wer nicht anfängt, wird nicht fertig

Sie würden ja gerne. Am liebsten schon morgen. Aber es erzählt sich viel leichter als es sich schreibt. Die Aussicht, jeden morgen vor einen leeren Bildschirm zu hocken und Ihre Geschichte Zeile für Zeile aufzuschreiben, schreckt Sie ab. Ausserdem ist die Geschichte nicht in allen Punkten klar. Manche wichtige Teile sind noch Schemen im Nebel. Und überhaupt: Aus welcher Perspektive sollen Sie schreiben, in welcher Reihenfolge, an welchen Orten soll die Handlung spielen und wie genau erwecken Sie die Figuren zum Leben?

Wichtige Fragen, zugegeben. Hätten Sie alle Antworten bevor es losgeht – das wäre ein Gewinn. Gut möglich, dass Sie dann viel schneller einen flüssig geschriebenen, in sich schlüssigen, langweiligen Roman fertig bekämen.

Insider-Tipp zum Roman schreiben: Trotzdem anfangen

Wer alle Antworten hat, mag im Vorteil sein. Das ist schwer zu beurteilen, weil es nie vorkommt. Viele Autoren berichten, dass ihre Figuren sich verselbstständigen und die Geschichte sich beim Schreiben anders als geplant entwickelt. Es ist beim Schreiben wie im richtigen Leben: Es kommt immer anders als man denkt. Das heisst zweierlei: Ja, machen Sie sich einen Plan. Und nein, er muss nicht perfekt, nicht flächendeckend und für alle Eventualitäten passend sein. Er muss den Raum eröffnen, in dem sich Ihre Geschichte abspielt, ein wenig Orientierung stiften und ein paar Etappenziele definieren. Sobald das in etwa gelungen ist, können (und sollten) Sie loslaufen.

Einen Roman schreiben: Ohne Halt zum Rohentwurf

Wenn Sie Ihren (mangelhaften, unvollständigen, verbesserungsbedürftigen) Plan fertig haben, fangen Sie also an zu schreiben. Ihr Ziel ist aber noch kein fertiger Roman, sondern ein Rohentwurf. So wie ein Architekt ein Modell baut, damit man sich das fertige Haus vorstellen kann, schreiben Sie einen Rohentwurf, damit Sie den Roman sehen und fühlen können. Manche Schlüsselszene werden Sie schon ausformulieren. Andere Szenen oder ganze Kapitel sind vorerst nur ein Platzhalter: «Rückblende in die Schulzeit – hier muss klar werden, warum Doris nicht studieren konnte, obwohl sie doch begabter war als ihr Bruder Klaus, der als Ingenieur Karriere machte.»

Vielleicht hat Ihr Rohentwurf nur 5 oder 10 Prozent des Umfangs Ihres fertigen Romans. Bestimmt enthält er viele Passagen, die noch nicht stimmig sind. Texte, die schief klingen und nicht ins Gesamtbild passen. Das macht nichts. Ein Rohentwurf ist immer schlecht. Das können Sie vorher wissen. Kein Grund zur Aufregung also. Hauptsache, er lässt Sie spüren, wie das Endprodukt sich anfühlen könnte, wo die Geschichte schon schlüssig ist und wo Sie noch frische Ideen brauchen.

Einen Roman schreiben: Ab hier vor allem Fleissarbeit.

Der Rohentwurf ist die wichtigste Hürde, die Sie nehmen müssen, damit aus Ihrem Roman-Traum ein echtes Buch wird. Wenn der einmal steht, wird anschaulich, woran Sie weiter arbeiten müssen, wo noch Recherchen nötig sind und was Sie besser hinzufügen oder weglassen. Entscheidend ist: Jetzt ist der Roman keine nebelverhangene Grossbaustelle mehr, sondern eine Reihe klar umrissener Einzelprobleme, die Sie, eins nach dem anderen, angehen können.

Übrigens: Oft wird unterschätzt, wie viel Erleichterung der souveräne Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm bei grösseren Schreibprojekten bringen kann. Schauen Sie doch mal in unseren Kurs "Word für Profis". Dort zeigen wir Ihnen genau die Tricks, die viel Zeit sparen und Übersicht stiften – und Ihr Manuskript von anfang an perfekt aussehen lassen.

Haeufige Fragen

Sie möchten Bücher schreiben lernen: Sind Sie sicher?

Bevor Sie allzu viel Zeit und Geld darauf verwenden, ist eine Warnung angebracht. Wer lernen will, Bücher zu schreiben, braucht viel Geduld und Fleiss. Und die Disziplin, Durststrecken zu überbrücken. Denn egal wie gut Sie Ihr Projekt vorbereiten, wie viele tolle Lehrer und Wegbegleiter Sie um sich versammeln: Es ist ein langwieriges und anstrengendes Unterfangen, ein Buch zu schreiben.

Sie sind sich sicher: Sie wollen Bücher schreiben lernen.

Prima. Dann planen Sie bitte Zeit fürs Lesen ein. Es gibt auf der ganzen Welt keinen guten Autor, der nicht viel Zeit damit verbringt, die Texte anderer guter Autoren zu lesen. Aber das Lesen, durch das Sie das Bücherschreiben lernen, braucht eine besondere Aufmerksamkeit. Sie sollten sich den Texten etwa so nähern, wie ein Bauingenieur sich dem Eiffelturm nähert. Statt einfach hinaufzuklettern und die Aussicht zu geniessen, fragt sich der Ingenieur: Was hatten die hier für Probleme zu lösen und wie haben sie es gemacht? Er schaut sich das verbaute Material, die Träger-Querschnitte und Art und Anzahl der Nieten ganz genau an und überlegt sich vielleicht: Hätte ich es genau so gemacht? Oder hätte ich für irgendein Detail eine andere Lösung gewählt? Was wären die Vor- und Nachteile gewesen? Wie hätte ich das umsetzen müssen?

Das ist die Perspektive, mit der gute Autoren Bücher lesen. Auch sie geniessen es natürlich, in die Geschichten einzutauchen und sich mitreissen zu lassen. Aber sie steigen zwischendurch mal aus, um von oben auf den Text zu schauen. Vor allem, wenn sie eine besonders gelungene Passage gelesen haben und die Idee, das Rezept, die Struktur ... für ihre eigenen Projekte isolieren möchten.

Sie sehen, das Bücher Lesen gehört untrennbar zum Bücher schreiben Lernen.

Bücher schreiben lernen: Ihre guten Vorsätze

Wichtig ist auch: Machen Sie Platz für Ihr Buch. Das ist räumlich und zeitlich gemeint. Ideal ist ein ruhiger Arbeitsplatz, an dem Sie nicht von Ihrem Projekt abgelenkt werden, wo Sie Notizen und Recherchematerial zwischen den Sitzungen liegen lassen können und sich nur zum Schreiben aufhalten. Ein solcher Platz hilft Ihnen sehr beim Bücher schreiben Lernen: Er versetzt Sie in den Schreib-Modus, sobald Sie Platz nehmen und unterstützt die Entwicklung guter Schreib-Gewohnheiten.

Neben einem geeigneten Ort brauchen Sie auch ausreichend Zeit. Ungestörte Zeit. Ohne störende Telefonate, unzufriedene Kinder oder unterhaltungsfreudige Lebenspartner. Ihr Projekt wird, wenn Sie es ernst nehmen, zu einem Familienmitglied, das viel Zeit beansprucht. Besprechen Sie das mit Ihren Liebsten. Damit Sie regelmässig ohne Hektik und schlechtes Gewissen Zeit für Ihr Projekt haben. Wie viel Zeit Sie jeden Tag oder jede Woche verwenden können ist gar nicht so entscheidend. Wichtiger ist, dass Sie regelmässig Zeit haben. Wenn Sie pro Woche zwei Mal 2 Stunden Zeit haben, brauchen Sie einfach länger für Ihr Projekt als wenn Sie jeden Tag von 9:00 bis 12:00 schreiben.

Wer ein Buch schreiben will, muss viel bedenken. Einen guten Überblick gibt dieser Kurs.