König Karl hat alles auβer einen guten Freund. Aber einen Freund zu finden ist gar nicht so einfach, denn den kann man nicht einfach herbeizaubern.

Andrea Kenkmann

Auf der Suche nach einem Freund

Es wohnte einmal ein mӓchtiger König in einem sehr prӓchtigen Schloss mitten im Wald. Er war so reich, dass ihn alle nur den Goldkönig Karl nannten. In seinem Schloss war alles aus Silber und Gold, und der König trug die wertvollsten Kleider, und er aβ das leckerste Essen. Wenn er ein Schokoladeneis essen wollte, dann schnippte er nur mit dem Finger, und schon wurde ihm ein groβer Becher Schokoladeneis gebracht.

So hatte er alles, was sein Herz begehrte, doch eines fehlte ihm, und das war so ein richtig guter Freund. Und da du selbst sicherlich einen guten Freund oder eine gute Freundin hast, weisst du auch, dass so eine Freundin oder ein Freund was ganz Tolles ist. "Ich will auch einen Freund" schrie der König und liess sich den Magier Max bringen. "Magier Max, zaubere mir einen Freund herbei, mit dem ich Fuβball spielen kann, und der mit mir ein Schokoladeneiswettessen macht." Doch der Magier Max runzelte die Stirn und kratzte sich hinterm Ohr. "Eure Majestӓt, ich kann euch Gold und Silber herbeizaubern, oder noch einen Becher Schokoladeneis, aber einen Freund, nein, den kann ich nicht herbeizaubern, denn Freunde, die kann man nicht herbeizaubern, die kann man nur finden." Der König war ganz erbost: "Du willst ein Zauberer sein und kannst nicht einmal einen Freund herbeizaubern. Geh mir aus den Augen."

Carlotta liegt mit einem gebrochenen Schlüsselbein im Krankenhaus. Die Mutter überrascht sie mit Fingerpüppchen und erzählt eine spannende Geschichte vom Zauberwald mit vielen Überraschungen.

Nora Dubach

Carlotta und der Zauberwald

Carlotta langweilt sich. Sie liegt im Krankenhaus mit einem gebrochenen Schlüsselbein. Sie ist auf dem Spielplatz von der Schaukel gefallen.

Weil sie gern malt, hat ihr die Mutter Filzstifte und einen Malblock gekauft. Als ihr wieder mal so richtig langweilig ist, malt sie Gesichter mit den Filzstiften auf ihre Fingerkuppen. Es macht ihr Spass die kleinen Finger zu bewegen und Geschichten zu erfinden. Leider muss sie vor dem Schlafengehen die Farbe wieder abwaschen. Am nächsten Morgen hat Carlottas Mutter eine schöne Überraschung für sie.

Im Spielwarenladen hat sie sechs Fingerpüppchen gekauft. Ein Bastelbogen gibt es auch dazu. Es ist ein Schloss mit einem grossen Fenster. Carlotta ist überglücklich. Sie und ihre Mutter geben ihnen augenblicklich Namen. Karl heisst der König, Max der Magier/Zauberer, Benno der Baumelf, Wilma die Waldfee, Zino der Zwerg und Gaby das Glückskind. Alle haben fröhliche Gesichter.

Die Mutter zieht die farbigen Püppchen über die Finger ihrer rechten Hand und beginnt eine Geschichte zu erzählen . Carlotta macht es sich so richtig kuschelig und bequem im Bett und hört gespannt zu:

Prinzessin Hildegard spielt im Schlosspark Verstecken mit ihren Freundinnen die auch Prinzessinnen sind. Sie trägt ein gelbes Kleid und hellblaue Schuhe. König Karl , Hildegards Vater schaut besorgt vom Balkon herunter und beobachtet alles ganz genau. Er muss seine Krone immer festhalten damit sie nicht herunter fällt. Er mag es nicht dass die Kinder in den dunklen Wald gehen.

Zino-GeschichteWie Zinos Zauberbuch verschwindet, was Zino unternimmt, um den Dieb finden und wie er dann mit seinem Zauberbuch König Karl und das Glückskind wieder glücklich macht.

Inga Kess

Das gestohlene Zauberbuch

Vor langer, langer Zeit lebte in einem fernen Land, das es heute nicht mehr gibt, ein Zwerg mit dem Namen Zino. Den Namen Zino bekam er deshalb, weil er immer eine zinnoberrote Kappe trug, nicht so eine Zipfelmütze wie die anderen Zwerge. Er wohnte im Wald in einem kleinen Häuschen, das auf einer Lichtung stand, inmitten einer wunderschönen Blumenwiese. Hinter dem Haus

hatte Zino einen kleinen Garten angelegt, der ihn mit allem was er brauchte, versorgte.

Obwohl er der einzige Zwerg in dem Wald war, fühlte er sich nicht einsam, denn er hatte viele Freunde. Sein bester  Freund hieß Benno, Benno war ein Baumelf. Er wohnte als Stammelf in dem Stamm einer riesigen Tanne. Immer, wenn Zino erschöpft und müde war, umarmte er den Stamm und damit Benno und schöpfte wieder neue Kraft und Energie. Da gab es noch Wilma, eine Waldfee, in die Zino ein ganz klein wenig verliebt war. In ihrem grünen Blütenkleid sah sie bezaubernd aus. Auch die Tiere des Waldes, die Rehe, die Füchse und die Hasen liebten ihn.

Im Dorf Jättelitingen herrscht grosse Aufregung. Der Magier Max hat einen Glückspunkt gestohlen. Nur gemeinsam können die Jätteliten ihn wieder zurückholen.

Yolanda Berner

Der gestohlene Glückspunkt

„Ähh, wer kitzelt mich denn da so früh?"

Lustig tanzt ein kleiner Sonnenstrahl zwischen den Blättern der Buche. Gabi blinzelt und lacht der Sonne entgegen.

„Guten Morgen, liebe Sonne! Heute ist ein toller Tag, heute besuche ich meinen Bruder Gabriel. Gabriel wohnt in Jättelitingen, in dem kleinen Dorf in dem auch ich auf die Welt gekommen bin".

Der Weg vom Schlosspark zum Dorf war ziemlich weit. Darum wollte Gabi auch früh aufbrechen. Als sie bei der alten, knorrigen Eiche vorbei kam, traf sie Wilma, die Waldfee.

„Guten Morgen Gabi. Wohin gehst du schon so früh?"

„Ich gehe meinen Bruder Gabriel besuchen, er wohnt in Jättelitingen, in dem kleinen Dorf unterhalb vom Schloss."

Wie der König Karl sein Gedächtnis wieder fand und Gabi Glückskind und Zino ein ganzes Königreich retteten.

Loredana Lang-Piccinno

Der goldige Apfel

Es war einmal ein Land. Dort hatte es eine riesengrosse Wiese, auf der die Sonne jeden Tag vom Morgen bis am Abend schien. Auf dieser Wiese gediehen die prächtigsten und wunderschönsten Blumen in allen Farben. Die Wiese war so gross, dass man das Ende fast nicht sehen konnte und das Gras wuchs meterhoch. Und inmitten dieser grossen Wiese stand ganz stolz ein Apfelbaum, auf dem die saftigsten Äpfel heranwuchsen. Unterhalb dieses wunderschönen Baumes da stand ganz versteckt ein winzig kleines Schloss! Das Gras bedeckte es gut, so dass es noch nie von einem Menschen entdeckt wurde. Und genau in diesem Schloss wohnte ein König namens Karl. Er war ein guter König und sorgte sich um alle Tiere und Pflanzen. Und wenn jemand traurig war oder etwas auf dem Herzen hatte, dann stand seine Türe immer offen. Die grosse Wiese bot Lebensraum für viele Tiere und alle verstanden sich gut. Der König lebte natürlich nicht alleine auf dem Schloss. Seine treue Begleiterin war Gabi Glückskind. Sie hatte wunderschöne lange Haare und Blumen im Haar, die sie jeden Morgen frisch pflückte und sie stand dem König mit Rat und Tat zur Seite. Er hatte auch viele Untertanen, Gehilfen und Freunde, die auf dem wunderschönen Schloss mit ihm wohnen durften. Der König hatte immer viel Besuch und seine Gastfreundschaft war bekannt. Doch auch der wunderschöne Apfelbaum hatte wertvolle Bewohner. Dort oben wohnten nämlich der Baumelf Benno und die Baumfee Wilma, die das Essen für das ganze Schloss zubereiteten und es dann immer um die gleiche Zeit mit Hilfe eines grossen Korbes herunterseilten. Manchmal mussten sie mehr kochen, und manchmal wieder weniger, je nachdem wie viel Besuch der König gerade hatte. Sie kochten die leckersten Gerichte und das in kürzester Zeit in ihrer winzigen Küche im Apfelbaum. Es war ein wunderschönes Leben auf dieser Wiese.

Zauberwald Ankunft Koenig im ZaubrwaldEine zauberhafte Reise von König Karl in einen bislang verborgenen Teil seines Königreiches.

Barbara Bellmann

Der König im Zauberwald

Eines Tages nach einem langen Ausritt durch sein Köingreich kehrte der König Karl in sein Schloss zurück und dachte: „Mein Königreich ist so groß und ich kenne nur einen so kleinen Teil davon. Das muß ich ändern!" Also rief er nach Max dem Magier. Dieser kam unverzüglich in die Gemächer von König Karl. „Was kann ich für Sie tun, Eure Majestät?" fragte er. „Bring mich an einen mir unbekannten Teil meines Königreiches lieber Magier!" sprach der König. „So soll es geschehen, König Karl", antwortet Max der Magier.

„Einen Teil den bislang noch kein König bereist hat ist der Zauberwald! Aber Du brauchst Mut und Du wirst viele neue Wesen kennenlernen. Außerdem ist der Wald groß und Du darfst Dich nicht verlaufen! Möchten Sie das wirklich?" „Ja, nichts lieber als das. Bring mich in den Zauberwald!" Max der Magier hob seinen Zauberstab. Funken kamen aus der Spitze und piff paff puff befanden sich der Magier und der König im Zauberwald.

Wie der König vom Bauchweh geheilt und der Magier fast vom Schloss verwiesen wurde.

Jelena Péteut

Der König und das grosse Fest

Es war einmal vor langer Zeit ein König. Er hiess Karl und hatte gern Spass. Er liebte es, zu spielen, auf dem Trampolin zu springen, und lustige Geschichten zu erzählen.

Doch eines Tages, als er alleine vor den Mauern seines Schlosses spazieren ging, traf er Gabi, das Glückskind an.

„Hallo Gabi, wie geht es dir?" fragte der König.

„Mir geht es gut, eure Majestät!" sagte Gabi, verbeugte sich vor dem König und lächelte ihn an. Dann sagte sie: „Als Glückskind geht es mir ja immer gut! Und wie geht es Ihnen, Majestät?"

„Oh, Gaby, heute geht es mir gar nicht gut!" jammerte der König und hielt sich den dicken Bauch. Er sah blass aus, das war Gabi auch aufgefallen.

Wie die Freunde sich um die Schönheit des Vollmondes streiten, bis dieser vom Himmel fällt.

Monika Mansour

Der Magier und der gefallene Vollmond

»Er ist da!«, ruft Zino der Zwerg und hüpft auf seinen kurzen Beinen auf und ab. Der Burghof, vor einer Minute noch dunkel und düster, wird jetzt von einem warmen, goldenen Licht erfüllt.
Auch Gabi das Glückskind kann ihre Freude nicht zurückhalten. Sie wirbelt ihn ihrem weissen Kleidchen im Kreis.
Benno der Baumelf und Wilma die Waldfee singen im Chor: »Er ist da, er ist da.«

Nur Karl der König und der weise Magier Max stehen an der Burgmauer und schauen dem freudigen Treiben zu, ein Lächeln auf ihren Gesichtern.
»Jeden Monat das gleiche Freudenfest«, sagt der König.
»Sie lieben ihn eben«, sagt Max der Magier und schaut hoch zum Himmel. »Sie lieben ihn eben, den Vollmond.«
»Ja«, sagt der König und nimmt seine Krone vom Kopf. »Er strahlt goldener als meine Krone.«
»So strahlend hell wie meine schönste Zauberkugel ist er«, meint der Magier.

Wie Zino, Gabi und Benno die entführte Waldfee zurückholen und dem Magier eine Lektion erteilen.

Astrid Schwarz

Der Magier und die entführte Waldfee

Dort drüben im Tannenwald gleich hinter dem Dorf wohnt ein kleines Volk von Zwergen, Elfen und Feen. In einer Waldlichtung liegt ein blaugrüner See und mitten im See steht ein Schloss. Kein Laut dringt durch die dicken schweren Mauersteine. Im Schlossturm wohnt Max, der Magier, und seit er dort eingezogen ist, wechseln die Steine die Farbe wie Max seine Launen. Im Moment ist der Turm grau: Max langweilt sich. Aber Max wäre kein Magier, wenn er keine Langeweile vertreiben könnte.

Kurzerhand schwingt er den Zauberstab und mobilisiert seine Kräfte, bis der Stab zittert. Seine Stimme tönt, als ob sie tief aus seinem Bauch heraus kommt: „Zick zack Funkelstein, der Wald ist mein!"

Im nächsten Augenblick sitzt Max auf einem Ast und sieht, wie Wilma mit einer Tanne spricht, deren Nadeln braun und schlapp sind. Als Wilma trällernd weitergeht, steigt Max flink vom Baum herunter und schleicht der Waldfee nach. Dabei streift er die kranke Tanne.

Weshalb der kleine König so nachdenklich war und wie seine Freunde eine Lösung fanden.

Andrea Lutz

Der nachdenkliche kleine König

Es war einmal ein kleines Königreich im tiefen Wald. Dort regierte der kleine König Karl der Herzensgute sein Volk mit Weisheit und Liebe.  Und weil er ein so herzensguter König war, hatten seine Untertanen nie einen Grund zur Klage. Im Gegenteil, sie liebten ihren kleinen König und waren stolz auf das kleine Königreich, in dem alles zum Besten stand.

Eines Tages bekamder kleine König wie immer sein königliches Morgenessen serviert. Doch an diesem Tag war alles anders. Die wunderbare Konfitüre aus süßen Himbeeren ließ er stehen. Auch die Schale Kaffee blieb unberührt. Karl der Herzensgute stand am Fenster, blickte auf sein Reich hinaus und dachte nach. Und weil er so viel nachdachte, hatte er keine Zeit um zu essen und keine Zeit um zu trinken. Auch am Mittag und Abend aß und trank er nichts. So ging das drei Tage lang. Und zum allerersten Mal zogen Sorgen in das kleine Königreich im tiefen Wald ein. Der Zwerg Zino, der wie alle Zwerge ein guter Koch war,  wunderte sich sehr und fragte: „Herr König, schmeckt euch mein Essen nicht mehr?“

König Karl wird von seinen Freunden aus dem Wald zu Geburtstag überrascht.

Anna-Elisabeth Bellmann

Der schönste Geburtstag von König Karl!

Es war einmal ein König, der hieß Karl. Er war ein guter König, denn er kümmerte sich gut um die Bewohner seines Reiches Und um sein Land. Einmal im Jahr feierte er mit seinen Bürgern ein großes Fest. Immer an dem Sonntag nach seinem Geburtstag ging es hoch her in seinem Königreich.

Heute aber war König Karl traurig. Er hatte Geburtstag, aber keiner in seinem Schloss hatte daran gedacht. Noch nicht einmal die Üblichen Blumen hatten auf seinem Frühstückstisch gestanden. Ganz betrübt saß er in seinem Sessel, als es an der Tür klopfte. Der Magier Max trat ein. Er sagt :"Liebe König Karl, wir müssen unbedingt zu der alten Burgruine. Ganz dringend!"

Karl war verwundert machte sich aber wortlos mit dem Magier auf den Weg. Als sie an der Ruine ankamen erkannte Karl, wie schön es hier war. Er nahm sich fest vor, diesen herrlichen Platz, diese wunderschöne Wiese zukünftig öfter aufzusuchen. Aber was sollte er hier? Er schaute ziemlich verwirrt den Magier Max an. Dieser lachte heimlich über die verständnislosen Blicke von Karl. Aber dann bewegte er seinen Zauberstab und murmelte unverständliche Worte. Es zischte, silberne Sternchen sausten durch die Luft und zack stand ein feiner Sessel auf der Wiese. „Setz Dich lieber König und warte" meinte Max.

Wie der König nach einem neuen Namen suchte und zum Schluss mit seinem Namen glücklich wurde

Susanne Weinsanto

Der traurige König Karl

In einem fernen Land, weiter weg als wir uns es vorstellen können, lebte ein König. Sein Name war Karl. Oh wie er diesen Namen hasste, überall wurde er gehänselt. Dabei wollte er doch nur seinen Untertanen ein guter König sein. Doch wegen seines Namens glaubte ihm niemand seiner Untertanen. Jeden Tag heulte der König so große dicke Tränen. Beim Weinen saß der König am liebsten am Fenster. Direkt unter dem Fenster war der Burggraben. Die Tränen, die der König weinte fielen direkt in den Burggraben.

Das Wasser im Burggraben wurde mehr, und immer mehr, bald schon konnte man die Burg nicht mehr betreten ohne nasse Füße zu bekommen, da auch die Zugbrücke überschwemmt wurde. Der König war sehr traurig, und am liebsten hätte er seine Burg nicht mehr verlassen. Doch irgendwann nahm er sich zusammen und sagte zu sich: „So kann das nicht mehr weiter gehen, ich brauche Hilfe"

Im Schlosswald herrscht große Aufregung. Wilma Waldfee möchte Geburtstsg feiern aber erst muss der verschwundene Fliegenpilzhut von Gabi Glückskind gefunden werden. Doch nicht nur der Fliegenpilzhut ist verschwunden. Merkwürdige Dinge geschehen im Schlosswald...

Petra Miarka

Der verschwundene Fliegenpilzhut

Wilma Waldfee hat heute Geburtstag. Deswegen hat sie alle ihre Freunde aus dem Schlosswald eingeladen. Wilma möchte eine leckere Kräutersuppe kochen. Sie nimmt ihren Korb und wandert durch den Wald. Waldmeister, Brunnenkresse und Löwenzahn möchte sie sammeln. Sie bückt sich immer wieder und sammelt eifrig. Schon bald ist Wilma zufrieden. Der Korb ist gut gefüllt. Schnell macht sie sich auf den Heimweg. Sie ist sehr überrascht, als sie zuhause ankommt. Auf der Bank vor ihrer Tür sitzt Gabi Glückskind. Gabi weint bitterlich. Sie ist schrecklich traurig. Erschrocken stellt Wilma ihren Korb an die Seite. „Was ist denn los?" fragt sie und nimmt Gabi in den Arm. „Ich habe meinen Fliegenpilzhut verloren," schluchzt Gabi. Wilma versucht, sie zu trösten. Das ist aber gar nicht so einfach. Denn den Fliegenpilzhut braucht Gabi Glückskind ganz dringend, damit sie allen Leuten Glück bringen kann. Ohne den Hut hat sie ihre magischen Kräfte verloren. „Oh je, das ist natürlich dumm," sagt Wilma. Sie überlegt kurz und steht dann entschlossen auf. „Komm," sagt sie zu Gabi. „Davon dass wir hier herumsitzen kommt der Hut auch nicht wieder. Lass uns durch den Schlosswald gehen und nach deinem Hut suchen. Wir gehen mal gleich bei Benno Baumelf vorbei. Der weiß am besten Bescheid hier im Wald, vielleicht hat er ihn schon gefunden." Sie nimmt Gabi Glückskind an die Hand und die beiden wandern los. Als erstes klopfen sie bei Benno Baumelf an. Sie erzählen ihm von dem verlorenen Hut. Er hat zwar noch nichts gesehen aber natürlich macht er sich auch sofort auf die Suche.

Ein erfüllter Wunsch vergiftet nur zu oft die Seele. Karl muss dies bitter erfahren; sein Weg zu seinem Königreich ist steinig. Begleiten wir ihn, beginnend in einem grossen tiefen Wald.

Matthias Klotz

Der verwunschene Wunsch

- Ein König bin ich, ein König will ich sein!

Karl wimmert leise und flucht es laut. Er sitzt vor seinem Waldhaus

im tiefen Wald. Karl hadert, er hadert seit jeher. Karl hadert immer. Beeren sammeln, Wasser aus dem Brunnen holen, Bären jagen; das Dach seiner Hütte rinnt. Das ist doch kein Leben. Er ist als König geboren, das weiss er ganz genau.

- Wann merken die anderen endlich, dass ich ein wahrer König bin?

Zino, der Zwerg, kriecht aus seiner Höhle hervor.

- Guten Morgen Karl. Wieder am jammern? Siehst du nicht, dass die Sonne scheint, dass der Tag schön wird?

Karl dreht sich grimmig zu ihm.

Der gutmütige König Karl regiert mit viel Liebe und Güte sein grosses Reich. Dazu gehört auch das Elfental. Es herrscht Freude und Frieden im Reich, bis zu dem Tag an dem ...

Sandy Koller-Grauwiler

Der verzauberte König und das Elfental

Es war einmal vor langer, langer Zeit in einem friedlichen Königreich. Karl der König regierte sein Reich und das Elfental mit viel Liebe. Sein Volk war glücklich einen so lieben und gutmütigen König zu haben. Doch eines Tages verirrte sich der böse Magier Max ins Königreich.

Der König sass wie jeden Morgen gemütlich auf seinem Thron, schaute zum Fenster heraus, genoss die Sonne die ihm warm ins Gesicht schien und erfreute sich am friedlichen Geschehen welches er auf dem Hof beobachtete. Die Marktstände wurden aufgebaut. Die Mägde fingen an die Stände mit ihren frischen Köstlichkeiten zu füllen und die Marktschreier riefen das Volk mit lauter Stimme auf vorbeizukommen und zu kaufen.

Plötzlich klopfte es laut an der grossen, schweren Palasttüre. „Bitte treten Sie ein“, rief der König mit freundlicher Stimme. Es war sein Hofnarr der ihm ganz aufgeregt mitteilte, dass Besuch vor dem Schlosstor stehe.

„Wer kommt uns denn Besuchen“ fragte der König seinen Hofnarr mit ruhiger Stimme. Aufgeregt antwortete der. „Ich weiss es nicht so genau mein König, eine düstere Gestalt“. Er sagt sein Name sei Max der Magier und er komme mit guten Absichten.

Die kleine Prinzessin entfernt sich spielend immer weiter vom Schloss und jagt ihrem Vater, dem König einen gehörigen Schrecken ein, der sofort eine Entführung vermutet. Aber Magier Max und seine Freunde helfen.

Ines Heckmann

Die verschwundene Prinzessin

König Karl eilte in den Thronsaal. Er war bleich und murmelte leise vor sich hin.

Magier Max trat zu ihm und fragte:

"König Karl, was ist los? Du bist so blass."

"Was?" Völlig verwirrt blickte König Karl den Magier an. Dann stotterte er: "Meine Tochter ist verschwunden. Sie ist weg. Ihr Zimmer ist leer. Sie ist weg. Sie ist entführt oder Schlimmeres."

Bedächtig neigte Magier Max den Kopf. "Vielleicht geht sie nur im Garten spazieren."

Doch König Karl schüttelte heftig den Kopf. "Da habe ich schon nachgesehen. Sie wurde entführt. Ich weiß es. Ich spüre es. Tu doch was, Magier!", flehte er den Magier an.

Wie der Zwerg Zino der grosse Retter der Königskinder und somit des Königreichs Karlenstein wird.

Yvonne Ineichen

Die verschwundenen Königskinder

 

Heute ist ein Glückstag für Gabi Glückskind. Mittwochs darf Gabi mit Wilma und Benno immer zu Onkel Karl aufs Schloss. „Jetzt sitz doch mal still, damit ich deinen Pilzhut säubern kann. Der ist ganz schmutzig. Du solltest nicht immer so im Wald herumstreunen" nörgelt Wilma. "Das gehört sich einfach nicht, schon gar nicht für eine Prinze…".

In diesem Moment zwickt Benno sie in die Seite.

"Autsch, warum zwickst du mich?“

"Du weisst genau, dass du das Wort mit „P“ nicht sagen sollst. Du weisst nie, wo die Gnome überall sind.“

„Ach, Benno. Sei doch nicht immer so überängstlich. Die Gnome waren schon lange nicht mehr hier. Sie haben uns bestimmt schon vergessen. Schliesslich haben sie ja was sie wollten.

Da wird Gabi neugierig.

Wie die Wunderkerzen auf Wilmas Geburtstagskuchen gelangten

Paula Forrer

Ein Geburtstagskuchen für die Waldfee Wilma

Es war einmal vor langer Zeit im Auenwald. Benno, der Baumelf, wollte seine Freundin Wilma mit einem selbstgebackenen Geburtstagskuchen überraschen. Er wusste, dass die Waldfee Schokoladenkuchen über alles liebte.

So machte sich Benno auf den Weg, um die Zutaten für den Kuchen einzukaufen. Am Waldrand stand der kleine Laden, den Zino für seine grosse Zwergenfamilie führte. Zino war der Jüngste von sieben Zwergenbrüdern. Seine Familie besass über den ganzen Wald verteilt kleine Läden, wo die Waldbewohner einkauften. Jeder der Brüder führte eine eigene kleine Filiale.

Zino freute sich, Benno zu sehen und verwickelte ihn gleich in ein Gespräch. Bei Zino konnte der Waldelf alle Zutaten für den Schokoladenkuchen bekommen und gleichzeitig seinen Freund treffen. Jetzt fehlten nur noch die Kerzen. Benno wollte Wilma mit etwas Besonderem überraschen. Zino hatte jedoch keine Wunderkerzen vorrätig. Und der Zwerg kannte auch sonst niemanden im Wald, der die gewünschten Kerzen verkauft hätte. Da war guter Rat teuer. Gabi, das Glückskind, das sich auch im Laden befand, machte den Vorschlag, den König zu fragen. Schliesslich wisse König Karl über alles Bescheid, was in seinem Reich vor sich ginge.

Wie Gabi das Glückskind König Karl glücklich machte und das Osterfest im Märchenhausenwalt gefeiert werden konnte!

Marianna Vogt

Gabi und das grosse Osterfest im Märchenhausenwald

Hoch oben auf dem Königsberg wohnte in einem riesengrossen Schloss einsam, traurig und sehr zurück gezogen König Karl. Er hatte so viel Geld, dass er alles auf der ganzen Welt kaufen konnte, nur eines konnte er nicht – er konnte kein „Glück" kaufen!

Nur zu gerne würde er einem kleinen Mädchen einen grossen Wunsch erfüllen!

Vom Königsberg führte ein steiler Weg durch einen grossen Wald in welchem viele Rehe, Hasen, Füchse, Uhus, die Waldfee Wilma, Zino der Zwerg mit seinen 12 Freunden sowie Benno der Baumelf mit seinen vielen Kollegen wohnten, wo die Kinder von Märchenhausen immer wieder gerne Verstecken spielten.

In Märchenhausen wohnten viele Leute, junge, alte, reiche, arme und auch Gabi das Glückskind.

Die Suche nach den drei Sternsteinen und die Befreiung von Magier Max.

Doris Wenger

Gabi und das magische Sternenbuch

Es war einmal ein Mädchen, das hiess Gabi. Sie trug immer weisse Kleider und ihre schwarzen Haare lugten unter einem Hut hervor, der wie ein Fliegenpilz aussah. Sie wohnte in einer alten Burg, zusammen mit ihrem Vater, Karl, der war ein König. Er hatte immer viel Arbeit, denn sein Land hatte Krieg und war schwierig zu regieren. Deshalb wollte von seiner Tochter nicht gestört werden. So war Gabi viel alleine und oft war es ihr langweilig.

An einem Tag war es ihr so sehr langweilig, dass sie in der ganzen Burg herum wanderte und sich entschloss, alle Zimmer anzuschauen. Nirgends konnte sie etwas finden, das sie interessiert hätte, so ging sie schliesslich in den Keller. In der hintersten, dunkelsten Ecke entdeckte Gabi am Boden einen Gegenstand. Und als sie nähertrat, erkannte sie ein Buch. Sie hob es auf. Das Buch war staubig und alt und auf der Vorderseite waren in den Umschlag drei Löcher in der Form von drei Sternen gestanzt, welche seltsam von innen her leuchteten.

Wie Lotta Gabi kennenlernt, verzaubert wird und auf einmal merkt, dass Grossvaters Garten eigentlich ein Zaubergarten ist.

Violetta Gassmann

Gabi und Lotta im verzauberten Garten

Lotta sass allein auf der weiss-grün gestreiften Hollywoodschaukel im Weidenpavillon, der im Garten ihrer Grosseltern stand. Ein wenig traurig leckte sie an einem Eis und liess ihre Füsse baumeln.

Die ältere Cousine Lena war in der Schule, Papa redete auf dem Sitzplatz mit einem Freund, Grossmutter war in der Küche, und der Grossvater arbeitete so streng im Garten, dass er das Reden vergass. Nicht einmal die Katzen Mimi, Bärli und Dixi waren da.

Auf einmal hörte sie ein feines Stimmchen: „Darf ich auch mal an deinem Eis schlecken?“

Bevor Lotta etwas sagen konnte, sprang ein kleines, dunkles Mädchen mit einer komischen Pilzmütze vom Weidendach direkt auf die Hollywoodschaukel und leckte das halbe Eis weg. „Ich bin Gabi, das Glückskind, und du bist Lotta aus New York mit den vielen Wolkenkratzern. Stimmt doch, oder? –

König Karl ist bereits seit Jahren hoffnungslos in die bildhübsche Waldfee Wilma verliebt. Um ihr Herz zu erobern, ist ihm jedes Mittel recht ...

Dörte Müller

Hochzeitsfest im Elfenwald

Warst du schon einmal in Schweden? Wenn nicht, will ich dir kurz davon erzählen. Schweden ist ein wunderbares Land im Norden von Europa. Dort gibt es unzählige Wälder und tiefe Seen. Je weiter man nach Norden fährt, desto weniger Städte und Dörfer gibt es. Und desto weniger Menschen. Viele Leute denken, dass in den tiefen Wäldern nur Rentiere und Elche hausen. Die gibt es natürlich auch. Aber keiner weiß, dass es ganz tief im Norden einen Elfenwald gibt. Dort leben alle möglichen Wesen: Richtige Zwerge, Elfen und Feen. Sie leben versteckt und zurückgezogen, wo es am einsamsten ist. Und man kann sie nur sehen, wenn man viel Fantasie hat und fest an sie glaubt. Aber nun höre meine Geschichte, die sich vor einiger Zeit auf Smallvettan zugetragen hat.

Smallvettan ist eine kleine Insel mit unzähligen Bäumen und Sträuchern mitten in einem tiefen See. Dort lebte einst Wilma, die kluge Waldfee. Jeder auf der Insel liebte sie, denn sie war wunderschön und immer sehr freundlich und hilfsbereit zu allen Lebewesen. Ihre beste Freundin war Gabi Glückskind. Die beiden Freundinnen waren unzertrennlich. Gabi konnte zwar keine Wünsche erfüllen wie ihre Freundin Wilma, doch sie hatte immer Glück. Noch nie im Leben war ihr etwas Schlimmes passiert: Sie war noch nie hingefallen oder hatte sich verletzt. Zum Zahnarzt musste sie auch nie und schon dreimal hatte sie bei der großen Insellotterie gewonnen. Einmal eine Hängematte, beim nächsten Mal ein Zelt und beim dritten Mal ein Kanu. „Wie machst du das bloß, dass du immer gewinnst?“, fragte sie der kleine Zwerg Zino. Er hatte noch nie gewonnen, sein Backenzahn tat ständig weh und es gab keinen Tag, an dem er sich nicht irgendwie verletzte. Entweder er blieb mit seinem Bart irgendwo hängen oder er stolperte über alle möglichen Steine, so dass er hinfiel und Schürfwunden davon trug. „Ich weiß es nicht, ich habe einfach Glück! Mir passieren nie solche Dinge wie dir!“, antwortete Gabi fröhlich. Insgeheim fragten sich die Inselbewohner, ob es an der tiefen Freundschaft zu der Waldfee lag, dass Gabi immer und überall Glück hatte. Aber das traute sich natürlich keiner laut auszusprechen, denn bis auf einige Kleinigkeiten waren eigentlich alle im Elfenwald auf der Insel ziemlich glücklich.

Ein Junge wird mutig und glücklich dank der Hilfe seiner sechs Freunde aus dem tiefen Wald. Der schlaue Plan von Karl dem König hilft ihm dabei. Nun erzählt euch Gabi das Glückskind die ganze Geschichte...

Regina Hürlimann

Ich bin stark - das ist kein Quark!

Hallo - ciao - salut - merhaba - hola! Ich bin Gabi, das Glückskind. Ich bringe allen Kindern dieser Welt Glück – ich bin ein Glücksbringer.

Eines Tages reiste ich nach Afrika. Ich nahm eine grosse Tube Sonnencrème mit, denn wie ihr seht, habe ich eine sehr helle Haut, die ich vor der heissen Afrikasonne schützen muss. Ich besuchte in Afrika ein Mädchen. Sie sass alleine bei einem Wasserloch in der Nähe des Urwalds und spielte mit einer Kokosnuss. Plötzlich sah sie einen Löwen. Er gähnte laut und lange, so dass sie all seine spitzen Zähne zählen konnte. Das machte ihr Angst und sie wagte nicht mehr, sich zu bewegen.

So liess ich meinen Freund, den Papagei, vor den Augen des Löwen hin und her fliegen und rufen: „Putz dir mal wieder die Zähne, alter Löwe!“ Das lenkte ihn ab und das Mädchen konnte schnell wieder in ihr Dorf zurück rennen.

Ich war auch schon am Nordpol. Dort war es eiskalt. Zum Glück sind die Eisbären nicht über mich gestolpert, denn dank meines roten Hutes haben sie mich gesehen im weissen Eis und Schnee. Am Nordpol half ich einem unglücklichen Jungen. Er lebte in einem Iglu und fischte täglich. Seit Tagen jedoch biss kein Fisch mehr an. Ausser einem alten Stiefel zog er nichts aus dem Wasser. Den Grund entdeckte ich schnell. Täglich fuhr morgens ein Eisbrecher durch die Gegend und alle Fische versteckten sich. So flüsterte ich dem Jungen leise ins Ohr, er soll abends fischen gehen, dann hätte er mehr Glück. So machte er es und brachte wieder viele Fische nach Hause.

karl der koenig und seine kroneDie Geschichte von Karl dem schreckhaften König und wie er wieder zu seiner Krone kam.

Isabelle Spuhler

Karl der König und seine Krone

Karl der König war ein sehr junger König und das Regieren machte ihm Spass. Manchmal war er ganz fies zu seinem Volk. Bis ihm Max der Magier an einem lauen Sommerabend über den Weg lief. Karl war gerade dabei, seine Goldmünzen zu polieren als plötzlich eine Stimme hinter dem Kopf des Königs sagte „Klopf, klopf“. Karl stiess einen Schreckensschrei aus und

drehte sich um „Was fällt Dir ein mich so zu erschrecken!?“, brüllte der König. „Tut mir Leid, Erhabener“, lachte Max. „Was willst Du?“, schnauzte der König. Darauf erwiderte Max der Magier „Lieber König, ich habe solchen Hunger. Hast Du nicht ein bisschen Brot und Wasser für mich?“. „Wie bitte!? Zuerst erschreckst Du mich und dann soll ich Dir noch etwas zu Essen geben? Was fällt Dir ein! Verschwinde Du Balg!“, zischte der König und rannte dem armen Max hinterher und scheuchte ihn aus dem Schloss. „Mach das Du wegkommst!“, schrie der König.

VogelgezwitscherKönig Karl hat schlechte Laune. Er macht mit Max dem Magier einen Spaziergang in den Wald. Im Wald trifft er Wilma die Waldfee, Benno den Baumelf, Gabi Glückskind und Zino den Zwerg. Sie freuen sich einander zu sehen, lauschen dem Vogelkonzert und singen gemeinsam. Fort ist die schlechte Laune - König Karl ist glücklich.

Ursula Gressmann

König Karl hat schlechte Laune

Die Sonne scheint durch die großen Fenster im Thronsaal, und jetzt kitzeln Sonnenstrahlen König Karl an der Nase. „Hatschi" und noch einmal „Hatschi". Karl niest. Er sitzt auf dem Thron, aber bei diesem schönen Wetter möchte er lieber

spazieren gehen. Er ruft: „Magier Max, begleite mich. Ich möchte im Wald spazieren gehen." Max hat gerade ein Schläfchen gemacht und kommt schnell herbeigeeilt. Max kann ausgezeichnet hören. Sogar die Mäuse, die in den Deckenverkleidungen herum trippeln, hört er. Außerdem hat König Karl laut gerufen. Man kann sagen, er hat gebrüllt. König Karl hat schlechte Laune, obwohl die Sonne scheint oder eben, weil die Sonne scheint. Genau weiß man ja nie, wodurch man plötzlich schlechte Laune bekommen kann.

Liebe Kinder. Eigentlich heisst der lange und wirre Titel dieses Märchens „Prinz Baumelf, der Schnuselige, der gegen den Schweinedrachen und seine Mumie kämpft, um Prinzessin Graubart zu retten." Wenn ihr nur wüsstet, warum ...

Steven Sutter

König Karl und das Märchen in letzter Sekunde

König Karl träumte diese Nacht ganz flauschig und weich. Zuckersüsse Zuckerwattenträume waren das. Es hätte ihn nicht gewundert, wenn er die ganze Nacht ein Lächeln auf den Lippen gehabt hätte. Aber, ob das so war, das wusste er nicht. Denn er hatte ja geschlafen.

„Hm. Wie könnte ich nur herausfinden, ob ich heute im Schlaf gelächelt habe ...“. König Karl dachte scharf darüber nach. Aber nicht lange.

Mit Schwung wurde die Türe aufgerissen und Zino, der Zwerg stürzte aufgebracht ins Schlafzimmer.

„Herr König, Herr König ...!“ Zino schnappte nach Luft.

„Ganz langsam, Zino. Ganz langsam.Was ist passiert?“ König Karl versuchte Zino zu beruhigen.

„Aber Herr König, heute ist, ... heute ist der 30. Juni!“ Zino war ganz entrüstet.

Wie König Karl dank Gabi zum grössten Königreich der Welt kam.

Renato Salvi

König Karl und der Furz

Draussen zwitscherten die Vögel, die Sonne schien und Gabi blinzelte vorsichtig ins grelle Morgenlicht. Da wurde plötzlich die Zimmertür mit lautem Getöse aufgestossen und König Karl stand im Türrahmen. Im Gesicht ein grosses Grinsen und in den Händen einen noch grösseren Bauplan: „Schau mal was ich hier tolles vorhabe!“ Voller Freude wedelte er mit dem Papier herum. Gabi musste sich zuerst die Augen reiben, bevor sie das Gekritzel auf dem Papier erkennen konnte.

„Was sagst du dazu?“, wollte der König von ihr wissen. Gabi konnte auf dem Papier nichts erkennen. Ihre Augen lieferten noch kein scharfes Bild, sie war doch gerade erst erwacht. Darum fragte sie verhalten: „Moderne Kunst?“ „Nein“, sagte der König, „Das Schloss wird grösser. Schau mal!“ Der König legte seinen Plan auf dem Boden aus und begann seinen Vortrag. Gabi verstand nur Wortfetzen wie „gigantisch“ oder „modern“ und „sensationell“. Sie erschrak erst, als der König „die Bäume müssen weg“ sagte. „Was?“ Gabi war entsetzt. Wie konnte der König ihren Wald, der an das Schloss grenzte einfach abholzen wollen. Es war ihr allerliebster Ort. Oft sass sie unter einen Baum und lauschte dem Wind, der durch die Baumkronen tänzelte. „Wieso willst Du den schönen Wald abholzen?“, fragte Gabi panisch. Der König runzelte die Stirn und war verblüfft. „Wald? Diese paar Bäume nennst du Wald?“ Tatsächlich waren es nur vier Bäume. Diese standen aber sehr dicht beisammen und wenn Gabi in der Mitte der Baumgruppe auf dem Rücken lag und in den Himmel schaute, fühlte sie sich als wäre sie im grössten Wald der Welt. Der König lächelte, faltete seinen Plan zusammen und verlies Gabi‘s Zimmer mit den Worten: „Morgenfrüh um 10 Uhr wird gefällt! Ob’s dir gefällt oder nicht!“ Gabi war entsetzt. Sie musste König Karl’s Plan verhindern. Auf der Stelle! Aber zuerst gab’s Frühstück.

Warum Max der Magier fast nicht an den Sommerspielen teilnehmen konnte und mit welcher Hilfe er es doch noch geschafft hat.

Marisa Liviero

Max der Magier und die Sommerspiele

Heute ist viel los im Königreich der Blumen das von Karl dem König regiert wird. Überall sieht man Bewohner umher Eilen die dies und das umher tragen. Es ist nämlich so, dass dieses Jahr die Sommerspiele im Königreich der Blumen ausgetragen werden und dafür braucht es natürlich viele Vorbereitungen. Das ganze Gelände für die Spiele muss aufgebaut werden und das ganze Land möchte sich von seiner besten Seite bei seinen Gästen zeigen. Viele aus den Nachbarsländern haben schon zugesagt und es sind nur noch eine Woche und wenige Tage bis zur grossen Eröffnung. Alle Bewohner des Königreichs der Blumen helfen darum mit, damit auch ja alles rechtzeitig fertig wird. Wer nicht mit dekorieren, aufbauen oder backen beschäftigt ist, hilft seinem Nachbar oder sorgt dafür das jedes noch so alte Haus wieder strahlt und die Strassen und Wege sauber sind.

der goldene Stiefel 00001Wie Zino, Schuhmacher Hämmerli, und Max, der Zauberer, den bösen König Rudolf vertreiben.

Heinz Ruch

Schuhmacher Hämmerlis goldene Stiefel

Zino sitzt in seiner Werkstatt und hämmert einem Schuh, den er gerade fertig macht, die Sohle. Seine Frau Gabi kommt herein und sagt: "Zino, das Essen ist fertig."

"Ja, Gabi, ich komme gleich. Ich will nur noch diesen Schuh fertigmachen. Weisst du Gabi, auch wenn ich ein Zwerg bin, kann ich ein guter Schuhmacher sein. Und das neue Schild draussen über der Tür "Schuhmacher Hämmerli" ist doch so schön", freut sich Zino.

"Ja Zino, das bist du; sogar der beste Schuhmacher weit und breit. Und ich bin ein Glückskind, weil ich dich habe. Und Schuhmacher Hämmerli tönt wirklich gut", lacht Gabi.

"Ja, ein Glückskind bist du, das stimmt. Du bringst mir Glück. Ich muss neues Leder einkaufen gehen. Du kennst dich so gut aus mit Leder. Kommst du mit auf den Markt heute Nachmittag? ", fragt Zino.

Das Kindergartenkind Linchen ist in Not und ein Zwerg, eine Waldfee, ein Baumelf, ein Zauberer und ein Glückskind versuchen, ihr zu helfen. Und zum guten Schluss meldet sich auch noch König Karl, der sehr weise ist, zu Wort. Kann diese bunte Truppe dafür sorgen, dass es Linchen besser geht?

Isabell Harrer

Und wieder lacht die Sonne

Linchen hat einen schrecklichen Tag hinter sich. Im Kindergarten hatte es heute zum Frühstück Brot mit Quark und Schnittlauch gegeben. Linchen schüttelt sich angeekelt.

Das kleine Mädchen isst normalerweise alles gerne, auch Gesundes wie Möhren. Aber Schnittlauch? Igittigitt! Doch Linchen hatte sich nicht getraut, den Kindergärtnerinnen zu sagen, dass sie dieses Grünzeug nicht mag. Also hatte sie brav ihr Brot aufgegessen. Und danach war ich schlecht gewesen.

Aber im Kindergarten war heute noch viel Schlimmeres passiert. Ihre beste Freundin, die Katja, hatte den ganzen Vormittag kein Wort mit ihr gesprochen und nur mit der doofen Svenja gespielt. Linchen hatte sich daraufhin traurig in den Sandkasten gesetzt und ein Loch nach dem anderen um sich herum gebuddelt. Und damit nicht genug, auf dem Nachhauseweg war sie dem Nachbarsjungen Simon begegnet, der sie an den Haaren gezogen hatte.

Der Zauberer Max hat zuviel Schokolade gegessen und hat starke Bauchschmerzen. Glückskind Gabi macht sich mit der Waldfee auf um Kräuter für einen Tee zu suchen...

Barbara Bürki

Waldfee Wilma bringt Glück

Was für ein wundervoller sonniger Tag.
Wilma hüpfte laut singend durch den Wald und freute sich über all die wunderschönen Blumen die ihre Blüten in die Sonne streckten.Wilma hatte wunderbar geschlafen und gerade ein Honigbrot zum Frühstück gegessen.
"klingeling, die Schlüsselblume läutet

klingeling, die Sonnenstunde ein.
Klingeling, die Schlüsselblume läutet
klingeling, die Frühlingslaune ein"

Plötzlich stand Gabi Glückskind vor ihr und schaute sie traurig an."Was hast du denn mein liebes Kind?" fragte die Waldfee und schaute so bekümmert drein, wie es überhaupt möglich war, schliesslich hatte sie ein sonniges Gemüt und ernst zu bleiben war enorm schwierig für sie.
"Ach Wilma, unser Zauberer Max hat Bauchschmerzen, weil er zuviel Schokolade gegessen hat, jetzt gehe ich Kräuter suchen für einen Tee, aber ich habe gerade total vergessen, welche Kräuter da helfen, mhm, weisst du das, liebe Waldfee? Ich hoffe, du kannst mir helfen, König Karl macht sich Sorgen um Max "

Benno Baumelf nervt, denn seit einer Woche fliegt er jede Nacht mit lautem Bums gegen einen Baum und jammert so laut, dass keiner schlafen kann. Warum bloss? Und wann hört das endlich auf?

Frank Frickmann

Warum im Jätteliten Wald wieder alle schlafen können

Mitten in einem grossen Wald in dem noch nie ein Mensch gewesen ist, wohnen wundersame Waldbewohner. Es ist Nacht. Trotzdem schlafen die meisten Waldbewohner nicht.

Zum Beispiel König Karl. Er kann nicht einschlafen, weil er so viel denken muss. Er denkt darüber nach noch einmal zur Schule zu gehen, obwohl er doch schon König ist. Denn natürlich gehen Könige nicht mehr in die Schule. Aber er hat ein sehr grosses Geheimnis. Er kann nämlich nicht zählen. Nicht einmal bis Drei. Das ist schade, denn er will so so gerne wissen, wie viele Goldstücke er hat. Und es sind schrecklich viele. Er kann sich einfach nicht entscheiden was schlimmer ist, dass alle über ihn lachen werden oder dass er sonst niemals seinen Goldschatz zählen kann. Darum liegt er wach zwischen seinen weichen Königskissen und kann nicht schlafen.

Der Magier Max kann auch nicht schlafen. Er hat bis tief in die Nacht seinen neuen Verschwindezauber geübt. Alles kann er jetzt verschwinden lassen. Uhren, schlechte Laune, Stinkkäse und vieles mehr. Leider hat er auch seinen Schlaftee verschwinden lassen den er jeden Abend trinkt. Und das war der letzte Schlaftee. Er muss erst neuen besorgen. Aber jetzt war es Nacht, da kann man nicht einkaufen.

Vom Lausebengel Zino, einem ärgerlichen König und und wie am Ende doch noch alles gut wurde

Elsy Meister-Howald

Welch ein Graus eine Laus

Eines Morgens im Märchenwald, im Land der JÄTTELITEN, scheint die Sonne freundlich am Himmel.

Baumelf Benno, Wilma die liebe Waldfee und Gabi das Glückskind sitzen gemütlich unter einem Kirschbaum. Sie plaudern angeregt über ihre lustigen Freunde im Königreich und was sie alles mit ihnen unternehmen wollen. Der Baum steht auf der Wiese in einer Waldlichtung. Er gehört dem strengen König Karl.

Auf einmal raschelt es im Gras. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel stürmt ein kleiner Zwerg, der waldbekannte Zino, zum Kirschbaum. Was hat er nur, was will er bloss? – Der Kobold klettert geschickt auf die Baumäste und „stibitzt" Kirschen. Er ist ein Freund von Benno, Wilma und Gabi. Die Drei sind traurig über seine Tat. Was wird der König wohl dazu sagen. Sie ermahnen den Zwerg vergeblich keine Kirschen mehr zu stehlen. Zino schreit erbost und antwortet: „Lasst mich in Ruhe, ich WILL Kirschen essen!" Er lässt sich nicht weiter stören. „Schmatz – schmatz!" tönt es laut und genüsslich vom Kirschbaum; dabei tropft schwarzer Kirschsaft aus Zinos vollem Mund und hinterlässt dunkle Flecken auf seinem Hemd und seiner Hose. Seine Zwergfreunde werden ihn deswegen sicher necken und darüber lachen.

Wie König Karl dank Gabi zum grössten Königreich der Welt kam.

Renato Salvi

Draussen zwitscherten die Vögel, die Sonne schien und Gabi blinzelte vorsichtig ins grelle Morgenlicht. Da wurde plötzlich die Zimmertür mit lautem Getöse aufgestossen und König Karl stand im Türrahmen. Im Gesicht ein grosses Grinsen und in den Händen einen noch grösseren Bauplan: „Schau mal was ich hier tolles vorhabe!“ Voller Freude wedelte er mit dem Papier herum. Gabi musste sich zuerst die Augen reiben, bevor sie das Gekritzel auf dem Papier erkennen konnte. „Was sagst du dazu?“, wollte der König von ihr wissen. Gabi konnte auf dem Papier nichts erkennen. Ihre Augen lieferten noch kein scharfes Bild, sie war doch gerade erst erwacht. Darum fragte sie verhalten: „Moderne Kunst?“ „Nein“, sagte der König, „Das Schloss wird grösser. Schau mal!“ Der König legte seinen Plan auf dem Boden aus und begann seinen Vortrag. Gabi verstand nur Wortfetzen wie „gigantisch“ oder „modern“ und „sensationell“. Sie erschrak erst, als der König „die Bäume müssen weg“ sagte. „Was?“ Gabi war entsetzt. Wie konnte der König ihren Wald, der an das Schloss grenzte einfach abholzen wollen. Es war ihr allerliebster Ort. Oft sass sie unter einen Baum und lauschte dem Wind, der durch die Baumkronen tänzelte. „Wieso willst Du den schönen Wald abholzen?“, fragte Gabi panisch. Der König runzelte die Stirn und war verblüfft. „Wald? Diese paar Bäume nennst du Wald?“ Tatsächlich waren es nur vier Bäume. Diese standen aber sehr dicht beisammen und wenn Gabi in der Mitte der Baumgruppe auf dem Rücken lag und in den Himmel schaute, fühlte sie sich als wäre sie im grössten Wald der Welt. Der König lächelte, faltete seinen Plan zusammen und verlies Gabi‘s Zimmer mit den Worten: „Morgenfrüh um 10 Uhr wird gefällt! Ob’s dir gefällt oder nicht!“ Gabi war entsetzt. Sie musste König Karl’s Plan verhindern. Auf der Stelle! Aber zuerst gab’s Frühstück.

Gabi ist traurig und flieht in denWald. Sie glaubt, sie sei schuld an allem. aber stimmt das wirklich?

Sabine Meisel

Zauberzauberfidibus oder wie Gabi wieder zum Glückskind wird

Es war ein ganz normaler Tag im Frühling. Die Knospen platzten auf und verströmten einen süssen Duft, die Kinder brauchten keine kratzigen Strumpfhosen anziehen, sondern konnten die Haut von der Sonne bescheinen lassen und durften ihre schicken Sonnenhüte anziehen. Alle hüpften fröhlich durch die Gärten, Spielplätze und die nahen Wälder.

Alle?

Nein. Nicht alle.

Gabi, das Glückskind war das unglücklichste Kind auf der Welt.

Gabi schmiss die Tür mit lautem Knall zu. Das störte ihre Eltern nicht weiter, sie warfen sich weiter schlimme Worte an den Kopf. Nochmals liess Gabi die Tür zu-krachen. Sie merkten immer noch nichts, dann rannte Gabi los.

zoff am himmelSonne und Regen sind zerstritten und weigern sich, am alljährlichen Regenbogenfest von König Karl einen dazugehörenden Regenbogen am Himmel zu zaubern...

Daniela und Isabella Cianciarulo

Zoff am Himmel

Das Regenbogenfest steht vor der Tür, und darauf freut sich das ganze Volk schon seit Wochen. Karl, der König, hat lange an seinem Festtagsgedicht herumgefeilt, um bei seiner Ansprache sein Volk damit zu beeindrucken. 

"Unsre Sonne schenkt uns Wonne, und der Regen bringt uns Segen. Doch nur, wenn beide sich vereinen, wird der Regenbogen für uns alle scheinen", trägt der König es seinem Kammerdiener nochmals vor.
"Wunderprächtig, Eure Hoheit. Das Volk wird begeistert sein!", antwortet der Kammerdiener.

Zinos Purzeltag IMG 0791Zwerg Zino organisiert an seinem Geburtstag für seine besten Freunde Gabi, Wilma und Benno eine Schnitzeljagd. Dabei erfährt König Karl von einem Abenteuer...

Brigitte Jerg

Zwerg Zinos unvergessliches Purzeltag-Abenteuer

Schon seit langem freute sich der Zwerg Zino auf seinen Geburtstags-Purzeltag. Diesmal hatte er sich nämlich für sein Fest etwas ganz Besonderes ausgedacht. Er wollte seine besten Freunde mit einer Schnitzeljagd überraschen. Nein, natürlich sollte es keine Suche nach einem gebratenen, knusprigen Schnitzel werden! Sondern es sollten dabei Papierstreifen gesucht werden!

 Diese Zettelchen wurden vom Zwerg zuerst mit einer Nachricht versehen. Er gab sich dabei so grosse Mühe, dass die Buchstaben wie gedruckt aussahen.  Danach zog er sich seine rote Mütze über, schnallte sich den Gürtel übers blaue Wams und huschte froh gelaunt durch den stillen, noch schlafenden Wald. Zino versteckte der Reihe nach seine Botschaften in der nahen Umgebung.